Anlässlich einer
Hundeausstellung wurden 1899 in Karlsruhe auch verschiedene
Hirtenhunde ausgestellt. Einer der ausgestellten Hunde hieß
Hektor von Linksrhein. Von Stephanitz war von
diesem Hund so angetan, dass er ihn auf der Stelle kaufte.
Er nannte seinen Hund aber ab sofort Horand von
Grafrath. Der Großvater von Horand war der
Rüde Greif (geboren 1879) und dieser Hund war -
WEISS! Horand hinterließ zahlreiche Nachkommen, von denen viele seine weißen Gene bis in die heutige Zeit vererbt haben. Auch sein berühmter Sohn Champion Hektor von Schwabenkam aus einer beinahe gänzlich weißen Linie. 1913 wurde Beno von der Seewiese geboren, der als erster weißer Deutscher Schäferhund in das Zuchtbuch des SV eingetragen wurde. Die ersten Jahre der Reinzucht des Deutschen Schäferhundes wurden, laut führenden Kynologen durch etwas 30 Hunde entscheidend beeinflusst, wovon 18 regelmäßig für weiße Nachkommen sorgten. Daher ist auch unbestritten, dass die Farbe weiß zu Beginn immer wieder auftrat. In den alten Büchern findet man vielfach Abbildungen von "Weißen Deutschen Schäferhunden". 1933 wurde nicht nur politisch, sondern auch für die Weissen ein Schicksalsjahr. Bis heute ist nicht restlos geklärt, was Rittmeister von Stephanitz dazu bewog, zuzustimmen, die Farbe weiß aus dem Standard zu streichen und fortan nicht mehr zur Zucht zuzulassen. Zwar hat von Stephanitz nie einen Hehl daraus gemacht, dass er an einer einheitlichen Farbe, sei es schwarz oder weiß, keinen Gefallen finde. Doch seine züchterischen Leitmotive waren stets: Kein
guter Hund kann eine schlechte Farbe haben. Trotzdem wurden die weißen Hunde 1933 endgültig von der Zucht ausgeschlossen. Zum Glück ließen sich Züchter in Amerika und Kanada von diesem Verbot nicht beeindrucken und bewahrten diese wundervollen Hunde vor dem Aussterben. mehr noch: Besonders durch die Rin-Tin-Tin-Filme wuchs die Popularität dieser edlen Hunde und schließlich wurden Meinungen laut, dass es sich hierbei um eine eigenständige Rasse handelt. Doch in den Vorständen der etablierten Vereine vertat man die Auffassung, dass es sich hierbei um Deutsche Schäferhunde handelt. Lediglich mit weißer Farbe. Erst nach fast vierzig Jahren kamen die Weissen Schäferhunde auf den europäischen Kontinent zurück. Im Jahr 1972 begann man in der Schweiz mit der Reinzucht von Weissen Schäferhunden. In seine ursprüngliche Heimat Deutschland kam der Weisse gar erst 1982. Mit dem Zuchtpaar Champion von Kron und Krons Rani von Finn wurde dort die die organisierte Reinzucht begonnen. In Österreich werden Weisse Schäferhunde seit 1989 gezüchtet.
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